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    Rennberichte von Nico Haubensack

    Supermoto: das Kultrennen in St. Wendel

    Am Samstag konnten bei trockenen Verhältnissen die freien Trainings, die Qualifikationen und teilweise auch schon erste Rennen genossen werden. Am Sonntag wurden wir dann mit kurzzeitigen Gewittern und Schauern beglückt.
    In meiner Klasse der S3 waren 32 Fahrer am Start und somit war das Fahrerfeld voll belegt. Meine FS 450 hat mir viel Freude bereitet, denn im Zeittraining hat sie mir den Startplatz 9 für beide anstehenden Rennen beschert. Nicht nur in Harsewinkel hat es sich gezeigt - auch hier in St. Wendel kann ich mit den Top10 mithalten. Mit dieser Gewissheit ging es gleich noch am Samstagabend für mich in den ersten Lauf.


    Aus der dritten Startreihe von ganz außen konnte ich gleich einen Bombenstart hinlegen. Nach den ersten Kurven fand ich mich auf Platz 7 wieder. In der ersten Rennhälfte blieb das auch so, doch ich konnte Druck auf den Vordermann ausüben und nach hinten wurde die Lücke immer größer. Irgendwann konnte ich mich dann im Offroad neben meinen Kontrahenten setzen und schlussendlich auch an ihm vorbei ziehen. Auf dem 6ten Platz war dann alles save, zumindest für mich. Denn kurz vor Rennende lag dann der ursprünglich Zweitplatzierte mit kochendem Moped auf dem Asphalt. Im Zweikampf wurde sein Kühler beschädigt und er rutschte auf dem eigenen austretenden Kühlwasser aus. Dem einen Leid des anderen Freud. Auf Platz 5 und einem fetten Grinsen im Gesicht ging es durch die Zieldurchfahrt!


    Am Sonntag ging es mit sehr gemischten Gefühlen und voller Hektik in den Vorstart zum zweiten Rennen. Was war geschehen? Ca. 45 Minuten vor Rennbeginn kamen schwarze Wolken auf die sich in einem starken Regenguss entleerten – danach war aber gleich wieder die Sonne da und die Strecke begann abzutrocknen. Meine Husky stand auf Slicks und ich war mir einfach nicht schlüssig, ob ich nun auf Regenreifen umbauen sollte oder eben nicht. Kurz vor knapp entschloss ich mich dann auf Nummer sicher zu gehen und doch noch umzubauen. Mit der tatkräftigen Hilfe meiner Kumpels hab ich es dann glücklicherweise rechtzeitig auf Regenreifen in den Vorstart geschafft. Die Entscheidung war gut, denn alle Gegner sind ebenfalls auf Regenreifen gekommen und durch den Offroad wurde der nasse Schlamm auf die Asphaltstrecke gezogen. Aber erst mal zum Start.


    Wow, gefühlt bin ich noch nie so gut von der Linie gekommen. Gleich nach dem Start ging es von Pos.9 auf Pos.3 und ich konnte die Pace mitgehen. In Runde zwei dann ein Rennabbruch. Ein gestürzter Fahrer musste von der Strecke geborgen werden. Alle Fahrer mussten in der Boxengasse auf den Restart warten, während die Strecke weiter abtrocknete. Inzwischen wäre die Wahl der Slicks die bessere gewesen, aber die Zeit für einen Umbau blieb nicht.


    Auch der Restart war für mich vernünftig und ich fand mich auf P6 wieder. Doch im Offroad ging es eng zu und ich konnte meinen Platz nicht behaupten. Keine Ahnung wo ich gelandet war. Aber ich kämpfte das ganze Rennen über und konnte den einen oder anderen Gegner überholen. Bei diesen äußerst rutschigen Bedingungen sind auch viele Fahrer gestürzt. Als ich dann im Ziel ankam verstand ich die Welt nicht mehr, denn man bat mich aufs Podium. Ist das geil, ein dritter Platz in der Klasse S3! Das hätte ich nie für möglich gehalten. Aber nicht nur das: bei den schwierigen Bedingungen konnte ich auch noch die beste Rundenzeit in meiner Klasse in den Asphalt brennen.

    Vielen Dank an Aui-Photography für die geilen Bilder


    Supermoto Harsewinkel: Saisonstart im Stadion

    Der Auftakt zur 25. Internationalen Deutschen Meisterschaft wurde am 22.04. und 23.04. im Sandbahnoval des Emstalstadions in Harsewinkel ausgetragen. Die Befürchtungen, dass das Wetter am Rennwochenende nicht gut werden würde, waren aufgrund von Schneefällen Mitte der Woche, berechtigt. Doch wir hatten Glück: es war zwar wirklich kalt, doch das ganze Wochenende blieb es trocken und für die meisten Piloten waren gut aufgewärmte Slicks die richtige Reifenwahl.

    Durch eine Überarbeitung der Einstufungslisten sind viele Fahrer in andere Leistungsklasse eingeteilt worden. Auch bei mir ging es eine Klasse nach oben und bin in diesem Jahr in der Klasse S3 am Start. Es ist sofort zu spüren, hier weht ein anderer Wind und es wird keinem auch nur einen Millimeter zu viel auf der Strecke geschenkt – Ellenbogeneinsatz inklusive.

    Insgesamt waren 36 Fahrer in der S3 am Start. Ich konnte meine Pace in der neuen Klasse, im Vergleich zur Konkurrenz, noch nicht einschätzen und hatte mich irgendwo bei Platz 20 gesehen. Freudiges Erstaunen dann bei den Ergebnislisten nach den ersten beiden freien Trainings. P12 im ersten und sogar P8 im zweiten freien Training standen auf dem Zettel.
    Mein Husky FS 450 hat mich auch im Zeittraining am Samstagnachmittag nicht enttäuscht und ich war mit P12 sehr zufrieden. Das bedeutete die dritte Startreihe für die beiden Rennen.

    Dann am Sonntag war es soweit. Ich fuhr etwas nervös zum ersten Lauf in den Vorstart. Eine gefühlte Ewigkeit später wurden wir endlich auf die Strecke gelassen. Die Reifen kühlten bei diesen kalten Bedingungen schon wieder etwas aus und leider brachte die eine Einführungsrunde die Reifen auch nicht wieder auf die richtige Arbeitstemperatur. Dennoch, ein Bombenstart katapultierte mich nach den ersten Kurven auf P8. Ich konnte die Pace sehr gut mit gehen, zumindest bis zur letzten Linkskurve der Strecke. Beim Anbremsen und Umlegen auf die Start-Ziel-Geraden ist das Vorderrad weggerutscht, denn ich hatte das Gripniveau des kalten Reifen überschätzt. Ich konnte zwar das Rennen sofort wieder fortsetzen, aber das Feld war zu diesem Zeitpunkt noch eng beieinander und viele Piloten sind durchgerutscht. Mit ordentlicher Wut im Bauch lief ich wieder auf die ersten Gegner auf. Schnell vorbei war nun das Motto. Gleich in der nächsten Runde konnte ich beim harten Anbremsen auf die Spitzkehre zum Offroad wieder am ersten Gegner vorbei. Dumm nur, dass ich dabei das Hinterrad schon vom darauffolgenden Fahrer touchierte und schon wieder eine Bodenprobe nehmen musste. Von irgendwo ganz weit hinten im Feld konnte ich das Rennen wieder aufnehmen, doch der Flow war komplett raus. Ich schaffte es zwar noch den ein oder anderen zu überhohlen, aber mehr als P21 war nicht drin.

    Der zweite Lauf sollte besser werden. Auch hier war der Start super und ich konnte ebenfalls gleich auf P8 vorfahren. Schnell fand ich einen guten Rhythmus und konnte bis zum letzten Viertel des Rennens den Kollegen vor mir unter Druck setzen. Ab diesem Zeitpunkt hat sich allerdings ein schnellerer Fahrer an uns angehängt und dieser wiederum hat ordentlich Druck auf mich ausgeübt. Ich war im Sandwich gefangen und hatte die Flucht nach vorne gesucht. Wieder bei der Linkskurve auf die Start-Ziel-Gerade musste ich dann mein Glück versuchen. In der Anbremszone weit nach außen tragen lassen und dann mit viel Schwung auf der Geraden am Gegner vorbei - soweit zu Theorie. Die Ausführung war aber mehr als spärlich. Ich hatte schlichtweg meinen Bremspunkt um zwei Meter verpasst. Beim harten Anbremsen ist trotz des warmen Reifens dann das Vorderrad weggerutscht. Ich bin froh darüber, dass es so spät im Rennen passiert ist. Denn das Feld war nun entzerrt ich habe nur zwei Plätze verloren. Es hätte P8 oder auch P7 werden können. Aber „That‘s  Racing“ und ich bin mit der siebtschnellsten Rundenzeit und dem P10 zufrieden.

    Die nächste Runde findest schon am 13.–14. Mai auf dem beliebten Straßenkurs in St. Wendel statt. Da wird für die Zuschauer und die Fahrer wieder einiges geboten. Ich freue mich schon sehr. 


    SuperMoto IDM in Schaafheim am 16. und 17. Juli

    Der Odenwaldring in Schaafheim, Hessen war Austragungsort des nächsten Laufes zur internationalen deutschen SuperMoto Meisterschaft. Traditionell wird hier die Kartbahn mit der benachbarten Motocrossbahn kombiniert. Dieses Jahr wurde der Verlauf der Rennstrecke etwas geändert. Der Onroadanteil konnte dadurch etwas erweitert werden und der Offroad wurde mit anspruchsvollen Sprüngen versehen.

    Das Wetter war hervorragend. An beiden Tagen war es sonnig und trocken und bei diesem warmen Sommerwetter lockte es auch zahlreiche Zuschauer an die Rennstrecke.
    Die wurden in mit vielen spannenden Rennen in insgesamt 6 verschiedenen Klassen fürs Kommen belohnt. Das Starterfeld der Klasse Trophy Süd war mit 27 Startern nicht voll besetzt, doch wie erwartet waren alle schnellen Fahrer am Start.
    Für das Rennwochenende hatte ich meine Ziele hoch gesteckt, denn das waren bereits die letzten beiden Läufe für die Trophy. Die Meisterschaft wurde hier in Schaafheim endgültig entschieden.  

    Für mich war klar, dass es schwer werden würde. Bereits in den ersten beiden freien Trainings zeigt sich das mit einem 10. und 9. Platz und ich war damit alles andere als zufrieden. Zur Mittagszeit im Zeittraining konnte ich mich steigern und den 7. Startplatz herausfahren. Immerhin bedeutete das die zweite Startreihe.

    Der Start zum 1. Rennen war nicht optimal und ich fand mich nur auf dem 9. Platz wieder. Nach einer starken Anfangsphase konnte ich mich bis auf den 6. Platz vorkämpfen. In der vorletzten Runde hab ich es dann dummerweise übertrieben und bin in der ersten Rechtskurve nach dem Offroad ausgerutscht. Ich konnte zwar das Rennen wieder aufnehmen, doch ein Gegner hat das schamlos ausgenutzt und mit einem 7. Platz hab ich das Rennen beendet.

    Ins 2. Rennen bin ich super gestartet und hab gleich die komplette zweite Startreihe hinter mir gelassen. Mehrere Runden konnte ich mich direkt hinter den ersten vier Fahrern behaupten. Doch die Pace war hoch und ab Mitte des Rennens musste ich abreisen lassen. Dem nicht genug ist der Abstand nach hinten immer kleiner geworden. Ich hatte mein Pulver aber in der ersten Rennhälfte bereits verschossen und konnte somit leider den heraneilenden Gegnern keinen Widerstand mehr bieten. Zwei Fahrer sind durchgeflutscht und auch im 2. Rennen ist nur der 7. Platz herausgesprungen.

    Fazit: Meine Husky FS 450 hat ihre Sache gut gemacht, hat klaglos das warme Wetter und den Sturz überstanden. Mit den Ergebnissen aus Schaafheim bin ich allerdings nicht zufrieden, hatte ich mir doch einen der Top Five Plätze vorgenommen.
    In der Meisterschaftswertung bin ich dadurch einen Platz nach hinten gerutscht und bin nun im Endergebnis auf dem 5. Platz. Der 3. Platz war zwar in greifbarer Reichweite und ich bin enttäuscht diesen nicht erreicht zu haben. Aber die Erwartungen, welche ich mir am Anfang der Saison mit einem Top 5 Ergebnis gesteckt hatte, wurden dennoch erfüllt. 

     Vielen Dank an der Firma Limbächer für die Unterstützung und an Aui-Photography für die hammergeilen Bilder! 


    SuperMoto IDM in St.Wendel am 21. und 22. Mai 2016

    Die zweite Runde zur internationalen deutschen SuperMoto Meisterschaft im saarländischen St. Wendel kann, wie jedes Jahr, getrost als Highlight genannt werden. Die Wettervorhersagen der verschiedenen App-Anbieter hatten schon angekündigt, dass das Wetter erst am Sonntagabend in Regen umschlagen würde. Ein Hoch auf die Vorhersagen, denn die komplette Veranstaltung wurde bei prächtigstem Wetter durchgeführt. Das bescherte nicht nur ein volles Teilnehmerfeld, sondern auch zahlreiche Zuschauer die den kompletten Stadtkurs säumten. Auch über die Auswahl der Reifen musste man sich keine Gedanken machen. Alle Fahrer sind auf Slicks unterwegs gewesen. In der Klasse Trophy Süd starteten insgesamt 32 Fahrer.

    Für Samstag standen zwei freie Trainings, das Zeittraining und der 1. Lauf am späten Abend auf dem Programm. Am Sonntag ging es mit dem Warm-Up los und zur Mittagszeit wurde der 2. Lauf ausgefochten. In den beiden freien Trainings geht es darum, sich auf die Strecke einzuschießen und das Motorrad optimal auf die Verhältnisse anzupassen. Meine neue Husqvarna FS 450 funktioniert super, denn in beiden Trainings konnte ich mich auf dem 6ten Platz behaupten. Im Zeittraining wurde nochmal eine Schippe aufgelegt und der 5te Platz sprang dabei raus. Für die beiden Rennläufe bedeutet das jeweils der äußere Startplatz der zweiten Startreihe. Insgeheim hatte ich mir zwar einen Platz in der ersten Startreihe erhofft, doch die Konkurrenz ist stark.

    Der Start zum 1. Rennen war spitze. Aus dem Startgetümmel zur ersten Kurve und einem Crash mehrerer Fahrer, konnte ich mich glücklicherweise heraushalten und fand mich auf dem 2ten Platz wieder. Doch die starken Fahrer waren direkt hinter mir und in der vierten Runde ist es im Offroad im zweiten Anlieger dann passiert – ein Gegner hat sich vorbeigequetscht. Während ich mich auf den vorderen Gegner konzentriert hatte und hoffte nochmal einen Angriff starten zu können, klopfte es schon wieder hinten an. Ich entschloss mich lieber diese Angriffe abzuwehren. Das kostete viel Kraft und in der letzten Runde hatte ich dann dadurch einen kleinen Fehler eingebaut. Dieser wurde schamlos ausgenutzt und der nächste Gegner schlüpfte durch. Leider reichte es mir nicht mehr einen Gegenangriff zu starten. Denkbar knapp bin ich am Podium vorbei geschlittert. Der vierte Platz ist dennoch in Ordnung.

    Auch in das 2. Rennen startete ich gut. Doch diesmal gab es keinen Crash und nach der ersten Kurve fand ich mich auf dem 5ten Platz wieder. Im 4er Pulk ging es Rad an Rad um die Strecke, denn der Führungsfahrer war dem Feld mittlerweile schon enteilt. Doch nach der  Hälfte des Rennens stand genau dieser mit abgewürgtem Motor auf der Ideallinie im Offroad. Schwubs, schon war ich auf dem 4ten Platz. Diesmal sollte unbedingt ein Podiumsplatz her. Nach hartem Fight mit dem 3. Platzierten konnte ich mich dann Ende der Start-Ziel-Geraden in der vorletzten Runde an meinem Gegner vorbeidrücken. Die folgenden Gegenangriffe hatte ich erfolgreich abgewehrt à PODIUM !

    Durch die errungenen 38 Punkte steh ich nun auf dem vierten Platz in der Meisterschaft. Nur einen Punkt trennen mich vom dritten Platz. Drückt mir die Daumen für den nächsten Lauf in Schaafheim am 16. und 17.Juli.